Der Anruf kam 3 Uhr Morgens. Der Nervschalter in der Hirnrinde schrillte und ich erwachte aus einem vagen, diffusen Traum. Fetzen und Schemen und die imaginierte Wärme von weißen Schenkeln verflüchtigten sich wie der Rauch einer Zigarette in der kalten Winternacht. Stattdessen: Verwirrung, Schmerz und Chaos – zuerst war mir gar nicht bewusst, was mir geschah, was aber noch im Rahmen des Standardprotokolls lag. Agenten im REM brauchten etwa zwei Minuten, bis die Nervschaltung den Körper auf Höchstleistung brachte – zwei Minuten Fegefeuerpause, sozusagen – bevor man ins Inferno geworfen wurde.